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Schwerpunkt UV - und Röntgentechnologien (UVR)

Vorstellung des Schwerpunktes

Vorstellung des SchwerpunktesBereits im Jahr 2001 wurde die Vernetzung zwischen Einrichtungen der Forschung und Unternehmen im Bereich der „UVund Röntgentechnologien“ begonnen. Sie hat sich als stabil, selbsttragend und zukunftsorientiert erwiesen. Status und Zielstellungen der Teilnehmer des Netzwerks haben ihren Niederschlag in einer gemeinsamen „Technologischen Roadmap“ gefunden. Diese erweist sich zunehmend als wichtiges Instrument zur strategischen Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Zurzeit bilden 8 Forschungsinstitute und 6 Unternehmen den aktiven Kern des Schwerpunktes; 40 Mitglieder weist der Schwerpunkt insgesamt auf.

Handlungsfelder

UV- und Röntgenlicht ist das Werkzeug der Mikro- und Nano-Technologien. Erst die kurzen Wellenlängen im Nanometer- und Subnanometerbereich erlauben den Einsatz von Licht als Werkzeug und Messsonde für die genannten Zukunftstechnologien und relevanten Forschungsgebiete.

Die „UV- und Röntgentechnologien“ wurden als Werkzeug für die Stoff- und Strukturanalytik verstanden. Zunehmend erfolgt eine Erweiterung des Anwendungsbereiches auch zu kleinsten räumlichen und zeitlichen Dimensionen. So wird die Brücke zu den Mikro- und Nano-Technologien geschlagen. Damit eröffnen sich Möglichkeiten für die Grundlagen- und angewandte Forschung in Biologie und Medizin und insbesondere für die Materialwissenschaften bei der Untersuchung der Strukturen dynamischer Prozesse, die für die Entwicklung im neuen Jahrhundert charakteristisch sein werden.

Kompetenzen

Berlin hat auf dem Gebiet der UV- und Röntgentechnologien mit Forschungseinrichtungen von internationaler Bedeutung (BESSY, MBI, FBH), mit nationalen Laboratorien für Forschung-, Prüfung und Standards (PTB, BAM), mit universitären Schwerpunkten (TU Berlin) und einer bedeutenden Zahl kleiner und mittlerer Unternehmen (wie z.B. Bruker AXS MA GmbH, Bestec GmbH, Crystal GmbH, IfG GmbH, rtw Röntgen-Technik Dr. Warrikhoff) eine herausragende Stellung im nationalen und internationalen Maßstab.

Diese Stellung soll genutzt werden, um durch enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Unternehmen auf der Basis einer gemeinsamen „Technologischen Roadmap“, unterstützt durch internationale Leuchtturmprojekte der Forschung, die Verfügbarkeit und Anwendung kurzwelliger Strahlung als zukünftiges Werkzeug der Optischen Technologien zu fördern.

Projekte

Zur Erreichung der übergeordneten Ziele beteiligen sich die Mitglieder des Schwerpunktes als Mitglieder des Netzwerkes aber auch mit weiteren Partnern an Programmen im regionalen, nationalen und europäischen Rahmen.

Die “Technologische Roadmap zur Röntgen-Stoff- und Strukturanalytik“ bietet im vorwettbewerblichen Bereich die Basis für eine gemeinsame regionale Strategie mit gleitendem 5-Jahres-Horizont und Ableitung von Verbundprojekten. Sie wird vom Röntgenbereich auf den UV-Bereich erweitert werden.

Der extensive und intensive Ausbau des Netzwerkes soll durch den gezielten Aufbau von Applikationszentren und der Ausweitung der Lehr- und Forschungstätigkeit an der TU Berlin auf dem Gebiet der Röntgenphysik gestärkt werden.

Eine derart starke Region braucht darüber hinaus Leuchttürme und Visionen – neben der neuen Qualität der Verbund- und Clusterbildung sind dies auch wissenschaftliche Großprojekte wie z.B. der geplante Freie Elektronenlaser im VUV-Bereich bei BESSY, der die Region zu einem international bedeutenden Zentrum zur Nutzung kohärenter Röntgenstrahlung für Forschung und Industrie werden lässt, oder wie die von Forschungseinrichtungen und Firmen erfolgte Abstimmung von Aktivitäten auf Gebieten der Ultrakurzzeit-Röntgenanalytik, die völlig neue Einblicke in die Natur erwarten lässt. Eine gezielte Unterstützung und analytische Begleitung industrieller Entwicklungen auf dem Gebiet der Photovoltaik gehört ebenfalls zu den laufenden Aktivitäten.

Ziele

Die Vernetzung der in der Region starken Grundlagenforschung mit der Produktentwicklung in den Unternehmen hat als Ziel die Entwicklung und Vermarktung von innovativen Produkten der UV- und Röntgentechnologien.

Schwerpunkte werden dabei gesehen sowohl bei neuartigen und leistungsfähigen Komponenten wie miniaturisierte Röntgenquellen, Röntgenoptiken, Detektoren oder table-top Röntgenlasern aber auch Komplettsysteme wie Labor-Röntgenmikroskope, Ultra-Kurzzeit-Messplätze für die Röntgenanalytik, UV und EUV-Diagnostik-Systeme für die Halbleiter-Technologie oder integrierte Tomographie- und Röntgen-Therapiestationen für die Medizin.

Diese Zusammenarbeit soll unter Nutzung der vorhandenen Potenziale die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Firmen sowie der Region insgesamt auf diesem Gebiet weiterhin deutlich steigern.