Printoptix entwickelt im Projekt BIFI-3D, im Rahmen von PQT Energizer, funktionale Mikrooberflächen – mit messbarem Erfolg bei der Wasserabweisung und Reduktion von störenden Reflexionen.
Gefördert wird das Projekt "PQT Energizer" durch das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg – Photonics BW ist Projektträger.
Ein Wassertropfen, der beinahe kugelförmig auf einer Oberfläche liegt: Was an Lotusblättern ganz natürlich ist, lässt sich auch technisch herstellen. Im Projekt BIFI-3D hat die Printoptix GmbH gezeigt, wie solche Funktionen durch winzige, gezielt geformte Strukturen direkt auf 3D-gedruckten Bauteilen entstehen.
Mit der hochpräzisen Zwei-Photonen-Polymerisation fertigte das Team unterschiedliche Mikrostrukturen und untersuchte deren Benetzungsverhalten. Nach Vergleichen verschiedener Materialien und der Optimierung der Strukturparameter erreichten die Testoberflächen Kontaktwinkel von über 140 Grad. Gegenüber unstrukturiertem Glas oder Polymer perlt Wasser damit deutlich stärker ab. Der Nachweis eröffnet Perspektiven für Bauteile, die ihre Funktion durch die Oberflächengeometrie erhalten – ohne zusätzliche funktionale Beschichtung.
Parallel gelang es, besonders feine Mottenaugenstrukturen auf ebenen und gekrümmten optischen Oberflächen zu drucken. Diese reduzieren störende Lichtreflexionen.
Ein weiteres Ergebnis ist eine eigens entwickelte Software: Sie berechnet geeignete Strukturgrößen und Abstände und erzeugt daraus automatisch druckbare 3D-Modelle. Damit verbindet Printoptix Simulation, Design und Fertigung zu einem digitalen Workflow. BIFI-3D schafft so eine Grundlage für künftige Anwendungen in Optik, Sensorik und Medizintechnik.

